Osteoporose, eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland


Im Gesundheitsbericht 2006 wird von mindestens vier bis sechs Millionen Osteoporosekranken ausgegangen. Pro Jahr kommt es hierzulande zu 330.000 durch Knochenschwund verursachten Knochenbrüchen (2). Wirbelbrüche bleiben häufig unerkannt, denn sie können ohne Symptome verlaufen und ohne entsprechenden äußeren Anlass auftreten. Meist fallen sie eher nebenher bei Röntgenuntersuchungen auf. Offenbar sind sie häufiger, als weithin erwartet wird. Das haben die Daten der EVOS (European Vertebral Osteoporosis Study)-Studie auch für Deutschland ergeben.

Bei über 50-Jährigen Frauen war in 7,6% der Fälle im Röntgenbild mindestens ein osteoporosebedingter Wirbelbruch nachweisbar, bei Männern in 4,9% der Fälle (3). 130.000 Menschen erleiden jährlich einen für Osteoporosepatienten typischen Oberschenkelhalsbruch. Betroffen sind überwiegend Frauen mit exponentiellem Anstieg des Risikos ab dem 74. Lebensjahr. 72% der Knochenbrüche entfallen auf Frauen, Stürze spielen für das Auftreten von Schenkelhalsbrüchen neben dem Knochenschwund eine ursächliche Rolle (2).

(1) Häussler et al.: Dt. Ärzteblatt 2006; 39, 2542-2548
(2) www.gbe-bund.de, unter Krankheiten/Gesundheitsprobleme, s. Osteoporose
(3) Leidig-Bruckner et al.: Osteoporosis Int 2000; 11:102-119