Häufigkeit des Knochenschwundes


Schon aufgrund der steigenden Lebenserwartung nimmt die Häufigkeit der Osteoporose in der Bevölkerung ständig zu. Ab der sechsten Lebensdekade leiden immer mehr Menschen an Knochenschwund. Aus Knochendichtemessungen weiß man, dass in den USA 54% der postmenopausalen Frauen kaukasischer Abstammung eine Osteopenie, weitere 30% eine Osteoporose aufweisen. Etwa die Hälfte der Frauen mit Osteoporose hat bereits mindestens eine Fragilitätsfraktur erlitten, hat also eine manifeste Osteoporose (1).

Für Nordeuropa gibt es Zahlen zur generalisierten, also das ganze Skelett betreffenden, und zur Hüftgelenks-Osteoporose. Eine generalisierte Osteoporose haben 5% der 50-jährigen Frauen. Von den 85-Jährigen sind es zehnmal so viele. Männer weisen den gleichen altersabhängigen Anstieg auf, allerdings auf niedrigerem Niveau. Mit 50 Jahren sind 2% betroffen, mit 85 Jahren 20%. Die Häufigkeit der Osteoporose im Bereich des Hüftgelenks verdreifacht sich für Frauen von der sechsten zur siebten Lebensdekade. 7% der 50-59-Jährigen sind betroffen; bei den 60-69-Jähringen sind es 22% (1). Ausgehend von diesen Daten wird davon ausgegangen, dass in Deutschland sieben Millionen Menschen an einer Osteoporose leiden.

(1) IOF: Weißbuch Osteoporose: 2004, S. 14